Samstag, 23. Juni 2012

Vapiano zu Zweit

Der Vapiano in der Friedrichstraße von Berlin ist ein magischer Ort für mich. Diese kleinen Zeilen sollen davon berichten:



In der vom Reden getragenen Luft
hängt ein Pizza-Pasta-Duft
auf den Tischen steht
Aceto, Öl, Basilikum
in den Gläsern schwerer Wein
hier bin ich Mensch, hier darf ich sein
und bevor ich diesen Ort verlasse
ein Blick in die Espressotasse
es herrscht ein Kommen und Verweilen
ein Gehen, Essen, Weitereilen
die Menschen hier sind kaum zu zählen
sein Ruhemaß muss jeder für sich wählen
in diesem mediterranen Treiben
möcht‘ ich mit dir ein Weilchen bleiben
dich sanft an den Händen fassen
die Welt vorüber ziehen lassen
inmitten aller, nur wie zwei
eine Großstadtliebelei




Creative Commons Lizenzvertrag
Vapiano zu Zweit von Wortverdreher steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Unported Lizenz.

Dienstag, 19. Juni 2012

Lebenselixier



Irgendwann kommen sie alle
an einen Tisch oder ihr Ziel
ein Eckcafé als Menschenfalle
zum glücklich sein braucht es nicht viel
und jene, die hier nicht verweilen
auf dem Weg ins Ungewisse
brav dem Stress entgegeneilen
sind die lebendige Kulisse
wie sie hier vorüber schleichen
oder knallend entlang schreiten
sind sie unmöglich zu vergleichen
die Großen, Kleinen, Dünnen, Breiten
ob blond, ob braun, ob henna
im Rock, in Jeans, im Kinderwagen
Frau, Hund, Katzen, Männer
allein, zu zweit oder mit Blagen
die ganze Welt zieht hier vorbei
ein ew'ges Gehen, Stehen, Schauen
von interessant bis einerlei
eine Freude sind, die sich was trauen
so könnt ich ewig hocken bleiben
die Stadt zu Gast an meinem Tisch
genieße still das bunte Treiben
mit nem Kaffee, heiß und frisch
doch im Café ist's wie im Leben
wer du bist ist ihm egal
es wird nicht ewig Kuchen geben
und auch der Kaffee wird mal schal
dann ist es Zeit um aufzustehen
das eig‘ne Leben weiterführen
an den Tischen vorbeizugehen
und all die Blicke selbst zu spüren


Creative Commons Lizenzvertrag
Lebenselixier von Christian Baumelt steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Unported Lizenz.

Montag, 18. Juni 2012

Pasta


Das kommt dabei heraus, wenn man ein Gedicht über sich selbst als Speise schreiben soll! 
:-)






Heiss, doch nicht zu heiss, gegart
damit wird mein Biss bewahrt
aus dem harten Parmesanlaib
kratz mich aus, schnitz mich, reib
ertränk‘ mich dann im Alkohol
zünd mich an, acht auf dein Wohl
gib etwas Sahne dann zu mir
ich bin gehaltvoll sag ich dir
noch etwas Trüffel, denn ich bin fein
und dazu ein Gläschen Wein.